Wenn eine neue Katze bei Ihnen einzieht, sollten Sie in den ersten Stunden, Tagen und Wochen nach dem Einzug des neuen Familienmitglieds einige Dinge beherzigen.  

Minimale Grundausstattung

Bestimmte Dinge müssen bereits vorhanden sein, bevor Sie die Katze einzieht. Dazu gehören auf jeden Fall: ·

Katzenklo und Schaufel ·

Futterschüsseln und Wassernapf 

Futter ·

Transportbehälter ·

Katzenspielzeug ·

eine Bürste für die Fellpflege.

Selbstverständlich können Sie auch Katzenkörbchen, Kratzbäume bereit stellen. Im Fachhandel werden Sie eine unbegrenzte Auswahl finden.

Das Zimmer / die Wohnung

Bereiten Sie eventuell ein Zimmer für den Empfang vor. Futter und Wasser sowie die Katzentoilette sollten schon bereit stehen. Achten Sie darauf, dass die Fenster geschlossen sind. Offene Fenster sind in den ersten Wochen tabu und auch Kippfenster sind nicht erlaubt. In ihnen haben sich schon viele Katzen mit schlimmsten Verletzungen eingeklemmt. Sie bleiben in der sich nach unten verengenden Öffnungsschere hängen und können sich nicht selbst befreien. Halten Sie die Fenster einfach geschlossen! Hierzu erhalten Sie von uns einige Ratschläge !

Gerade angekommen Katzen ziehen nicht gern um. Es bedeutet erheblichen Stress für sie. Deshalb sollten ein paar Grundregeln beachtet werden, damit die Veränderung für die Katze so stressfrei wie möglich ist. Geben Sie Ihrer Samtpfote Gelegenheit, sich die neue Umgebung in Ruhe anzusehen und damit etwas vertraut zu machen. Sind Sie zu Hause angekommen, sollten Sie den neuen Bewohner mitsamt des geöffneten Transportbehälters in die Wohmung stellen und ihm selbst überlassen, wann er rauskommen möchte. Drängen Sie nicht. Warten Sie ab. Die Katze braucht in diesem Moment höchstens eine ruhige sanfte Stimme und Zuspruch. Vielleicht legen Sie sich einfach in gewissem Abstand auf den Boden. Dann ist der Riese nicht mehr ganz so gefährlich. Irgendwann wird die Neugier größer sein als die Angst. Wenn der neue Bewohner sich gleich wieder unter einem Schrank oder unter einem Sofa verkriecht, ist das völlig normal. Lassen Sie ihn. Überfordern Sie den Neuankömmling nicht, treiben Sie ihn nicht in die Enge. Haben Sie im Hinterkopf, was der Ortswechsel für das Tier bedeutet: fremde Umgebung, fremde Gerüche und Geräusche, fremde Menschen, alles Gewohnte ist nicht mehr vorhanden. Manche brauchen mehr Zeit, manche weniger. Aber Zeit und Geduld sind immer wichtig. Die ersten Wochen sind ausschlaggebend für das zukünftige Vertrauensverhältnis. Die Geschichte einer vermittelten Katze ist nicht immer bekannt und so sollten Sie für das gegenseitige Kennenlernen genügend Geduld und Verständnis mitbringen.

Pro:

Katzen sind zärtlich, eigenwillig, liebenswert, Stress abbauend, Gesundheitsfördernd, humorvoll ( ! ), witzig . Kurz gesagt : In meinen Augen die allerliebsten Hausgenossen, die es gibt !

Kontra:

Kosten Zeit, Geld und schränken die Freiheit (Urlaub) ein . Sind manchmal nervig (meine jedenfalls) wenn sie etwas wollen, was ich nicht will :-)

Erfahrungsgemäß wollen die meisten Menschen ein Katzenbaby haben. Die älteren, kranken oder behinderten Katzen bleiben oft zurück. Aber gerade sie sind meistens besonders lieb und dankbar, ein gutes Zuhause zu bekommen -glaubt mir! Eine Katze zu finden, ist kein Problem. Tierheime, kleine Katzenschutzvereine, Bauernhöfe oder Züchter, -alle sind immer erfreut, Katze(n) in gute Hände abzugeben. Privatpersonen inserieren auch oft in regionalen Tageszeitungen, wenn sie eine Katze abzugeben haben.

BEVOR eine Katze einzieht, sollte die Grundausstattung schon beschafft worden sein. Manchmal kommt man ja zu einer Katze wie die Jungfrau zum Kind, aber wenn es irgendwie planbar ist, gibt es ein paar Dinge, die unbedingt angeschafft werden sollten.

Hierzu gehören:

>Katzentoilette <

Solltet Ihr das Glück haben, zukünftig mit einer anständigen Katze zusammenzuleben, könnt Ihr getrost eine Katzentoilette ohne Haube besorgen. Ein weiterer Vorteil wäre eine hohe Kante die bezweckt, dass das Katzenstreu beim Scharren auf jeden Fall in der Toilette bleibt und nicht herausgescharrt werden kann. Wenn Ihr mehrere Katzen haltet, solltet Ihr wenigstens zwei oder sogar mehrere Katzentoiletten aufstellen.

>Futter- und Wassernäpfe<

Hier solltet Ihr Euch für flache Näpfe oder Schüsseln entscheiden, die sich leicht reinigen lassen und vor allem recht stabil sind, damit sie nicht umgeworfen werden können. Aus Plastiknäpfen solltet Ihr aus verschiedenen Gründen nicht füttern. Einerseits speichern Plastiknäpfe sogar noch nach dem Waschen den Geruch von altem Futter. Denkt daran, Katzennasen sind viel empfindlicher als Menschennasen! Keramik-, Glas- oder Metallgeschirr speichert keine unappetitlichen Gerüche. Andererseits reagieren viele Katzen allergisch auf Plastik ("Kinnakne"). Dieses Risiko sollten wir unseren Katzen ersparen! Wasser- und Futternapf sollten nicht nebeneinander stehen? Blödsinn, glaubt mir , ich sehe es jeden Tag bei uns zu Hause das es auch anders funktioniert.

>Kamm und Bürste<

Regelmäßiges Bürsten entfernt abgestorbenes Haar. Die Katze verschluckt beim Putzen des Felles noch genug Haare. Bei euch ist ab sofort regelmäßiges Bürsten auf jeden Fall unerlässlich, damit sich die Haare nicht „verknoten“. Auch ist es wichtig in regelmäßigen Abständen eine Malzpaste (gibt es in jedem gut sortierten Zoofachhandel) zu geben.

>Kratzbaum<

Je nach Geschmack und Platz in vielen Farben, Formen und Größen erhältlich. Ihr werdet sehen sie genießen ihre Kratzbäume zum Krallenwetzen, Spielen, Klettern, Schlafen und Herumtollen.

>Schlafhöhle, Wolldecke oder/und Kuschelkissen<

 Katzen suchen sich meistens ihren Lieblingsplatz selber aus und es kann vorkommen, dass sie das ihnen zugedachte Kissen oder die Schlafhöhle meiden wie die Pest und stattdessen z.B. lieber die Wolldecke von ihrem Menschen als Schlafplatz auserwählen. Was hatten wir uns damals Mühe gegeben, als unser Kater Arrigo bei uns einzog. Ein wunderschönes weiches Kuschelkörbchen haben wir gekauft –aber er hat es nicht einmal angeguckt. Im Bett wollte er schlafen, aber nicht in diesem doofen Körbchen! Nach ein paar Monaten (wo hat er wohl in der Zeit geschlafen.....na...könnt Ihr es erraten?) hatten wir die grandiose Idee, das nichtsnutzige Kuschelkörbchen ganz oben auf dem Kratzbaum festzumachen (eigentlich war es eher Verzweiflung, weil dieses „Ding“ immer im Weg stand). Siehe da! Das war die richtige Entscheidung. Arrigo entdeckte dieses Qualitätsprodukt für sich und belegte es fortan mit Beschlag (na ja, nachts schlief er immer noch überwiegend im Bett). Kurze Zeit später zog übrigens Castello bei uns ein (Kater Nummer 2) und fortan lagen BEIDE in diesem Körbchen. Zu zweit reingequetscht. Ich wünschte, ich könnte hier ein Foto davon in diesem Bericht mit einstellen, es sah nämlich einfach total süß aus!!

>Verschließbarer Transportkorb<

bevorzugt aus Kunststoff und von oben und von der Seite zu öffnen. Eure Katze lässt sich so problemlos hinein- und wieder herausheben. Die Körbe, die nur von vorn zu öffnen sind, sind leider unpraktisch. Versetzt Euch bitte einmal in die Lage Eurer Katze. Sie wird für den unvermeidbaren Gang zum Tierarzt in diesen Korb „gestopft“ und wenn die Türe sich wieder öffnet, kommen zwei riesige Hände auf sie zu, was würdet Ihr tun? Wahrscheinlich kratzen, fauchen und beißen! Während dem Tierarzt dann das Blut über die Finger läuft, könnt Ihr ihm aber immer noch versichern, dass Euer Kätzchen sonst das sanfteste Wesen der Welt ist und das „noch nie gemacht hat“ und es außerdem „gar nicht so meint“. Sicher wird er Euch glauben.

So, dass zähle ich alles zur Grundausstattung. Natürlich braucht man noch Katzenfutter und Spielzeug. Meine Katzen spielen im Haus am liebsten mit selbstgebasteltem Spielzeug. Eine Schnur mit oder ohne Korken daran ist das Lieblingsspielzeug. Ansonsten kann ich noch Papierkügelchen und Tischtennisbälle empfehlen. Wenn Ihr reine Wohnungskatzen haltet, freuen sie sich über Sachen aus der Natur. So habe ich meinen Katzen von Spaziergängen immer etwas mitgebracht. Zum Beispiel: Tannenzapfen, Eicheln, Kastanien, trockene Blätter (rascheln so schön), lange Gräser usw. Laßt Eure Phantasie spielen.

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